Reinigung mit Nanotechnologie: Wie funktioniert sie?
Sie würden Ihre Zeit lieber mit Familie, Freunden oder Hobbys verbringen als mit langem Putzen. Was wäre, wenn Fenster langsamer verschmutzen, sich weniger Beläge an Armaturen bilden und Textilien leichter zu pflegen sind? Nano-Reiniger und Schutzmittel sollen genau das ermöglichen: die Reinigung und Pflege unterschiedlicher Oberflächen erleichtern. Sehen wir uns an, was hinter ihrer Wirkung steckt.
Der Begriff „Nano“ bezeichnet sehr kleine Größenordnungen. Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter. Nanotechnologie befasst sich mit Materialien und Strukturen in diesem Maßstab; ihre Eigenschaften können von denen desselben Stoffes in größerer Form abweichen. Bei Reinigungsmitteln und Oberflächenschutz ist vor allem entscheidend, wie das Mittel mit der Oberfläche und den Verschmutzungen zusammenwirkt.
Reinigung auch in kleinsten Unebenheiten
Eine scheinbar glatte Oberfläche kann unter Vergrößerung viele Poren und kleine Unebenheiten zeigen. Darin sammeln sich Schmutz, Fett und Ablagerungen. Ein geeigneter Reiniger hilft, sie zu lösen und zu entfernen, ohne jede Stelle kräftig schrubben zu müssen. Das Ergebnis hängt von der Produktformel, dem Material, der Verschmutzungsart und der richtigen Anwendung ab.
Reiniger und Schutzmittel erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der Reiniger säubert die Oberfläche; der Schutz wird auf den bereits gereinigten Untergrund aufgetragen und erleichtert die spätere Pflege. Deshalb ist die Oberflächenvorbereitung ein wichtiger Teil des Ablaufs. Für Küchenoberflächen wählen Sie Produkte für die Küche, für Dusche, Keramik und Armaturen hingegen Produkte für das Badezimmer.
Vorbild Natur: der Lotuseffekt
Auf einem Lotusblatt bildet Wasser Tropfen, die von der Oberfläche abgleiten und dabei Schmutz mitnehmen können. Dazu tragen die Oberflächenstruktur und die geringe Benetzbarkeit bei. Dieses Phänomen dient als Vorbild für die Entwicklung wasserabweisender Schutzmittel.
Hydrophober Schutz verringert die Haftung von Wasser. Oleophober Schutz verringert die Haftung ölhaltiger Stoffe. Die Begriffe sind nicht austauschbar, und nicht jedes Produkt besitzt beide Eigenschaften. Ein passend gewählter Schutz kann auf geeigneten Oberflächen das Anhaften von Wasser und Schmutz verringern und die Entfernung neuer Ablagerungen erleichtern.
Dünne Schutzschicht
Manche Schutzmittel bilden eine sehr dünne, kaum sichtbare Schicht. Sie soll das Aussehen des Materials erhalten und die Pflege erleichtern. Bei porösen Materialien muss das Produkt auch den Anforderungen an die Wasserdampfdurchlässigkeit entsprechen. Prüfen Sie immer die Angaben zum jeweiligen Mittel und Untergrund.
Ein Schutz bedeutet nicht, dass die Oberfläche nie wieder gereinigt werden muss. Er kann jedoch die spätere Reinigung erleichtern und den Bedarf an Schrubben verringern. Glasprodukte unterscheiden sich von Mitteln für Leder, Textilien, Kunststoffe oder Metalle. Wählen Sie ein Mittel vor allem nach seinem Verwendungszweck und nicht allein nach dem Wort „nano“.
Wie lange wirkt der Schutz?
Die Haltbarkeit hängt von Material, Oberflächenvorbereitung, Abnutzung, Witterung und verwendeten Reinigungsmitteln ab. Scheuern oder ungeeignete Chemikalien können die Schicht nach und nach entfernen. Erneuern Sie den Schutz daher gemäß Anleitung und entsprechend dem tatsächlichen Zustand der Oberfläche.
Der praktische Vorteil ist vor allem die einfachere Pflege: Weniger anhaftender Schmutz kann weniger Arbeit und einen geringeren Verbrauch an Reiniger und Wasser bedeuten. Kombinieren Sie für gute Ergebnisse das passende Produkt, die richtige Dosierung und eine materialgerechte Pflege. Produkte für Glas und Böden finden Sie in der Kategorie Fenster und Böden.
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